Name: Eberhard Kraft
Alter: 35 Jahre
Herkunft: Myrtana
Vergangenheit
Eberhard wurde als Sohn eines einfachen Steinmetzes in einem abgelegenen Dorf nahe Burg Wasserwacht in Myrtana geboren. Als kräftiger Junge half er oft im Betrieb seines Vaters mit und zeigte bereits in jungen Jahren eine robuste Ausdauer.
Mit 18 Jahren trat Eberhard freiwillig in die Armee des Königs ein, angezogen von dem Versprechen von Abenteuer und dem Wunsch, aus seinem einfachen Leben auszubrechen. In der Infanterie begann er seine militärische Laufbahn als einfacher Soldat. Seine Loyalität und seine Fähigkeit, auch in gefährlichen Situationen einen kühlen Kopf zu bewahren, brachten ihm den Respekt seiner Kameraden ein. Im Laufe der Jahre wurde Eberhard zu einem Haudegen, der sich auf seine Instinkte und die Erfahrung aus vielen Gefechten verlassen konnte.
Nach fast 12 Jahren Dienst in der königlichen Armee, in denen er gegen Banditen, Aufständische und gelegentlich Orks gekämpft hatte, wurde seine Einheit in ein Grenzgebiet geschickt, das unter den ständigen Überfällen einer besonders brutalen Ork-Bande litt. Während einer Patrouille geriet die Einheit in einen perfekt ausgeführten Hinterhalt.
Im Chaos des Gefechts wurde ein guter Kamerad schwer verletzt. Mit dem verletzten Soldaten auf dem Rücken kämpfte Eberhard sich durch die Feinde, bis er schließlich von einem Krush Varrok – einer furchtbaren groben Klinge der Orks – schwer verletzt wurde. Kaum lebendig blieb er zurück, mit seinen toten Kameraden um ihm herum, wartete er auf sein Ende im Schlamm. Doch wie durch ein Wunder wurde er gefunden und überlebte, doch zu welchem Preis? Seine Kameraden tot und zwei tiefe Wunden die seither seinen Brustkorb zeichnen und entstellende Narben hinterließen, die nicht nur seinen Körper, sondern auch sein Geist prägten.
Obwohl er überlebte, trug er fortan die Schuld, dass er seine Kameraden nicht retten konnte. Die Narben waren mehr als nur physische Erinnerungen – sie waren Symbole für seinen Verlust und den Schmerz, den er in jenem Moment erlebt hatte. Nach seiner Genesung war Eberhard nicht mehr derselbe. Die Erlebnisse hatten ihn innerlich ausgebrannt, und er bat um seine Entlassung aus dem Militärdienst.
Der Wendepunkt
Nach seiner Entlassung verbrachte Eberhard Jahre in tiefem Zweifel. Er mied andere Menschen und suchte Trost in der Einsamkeit, bis er eines Tages einem Diener Innos begegnete. Dieser Mann sprach zu ihm über Vergebung, Gerechtigkeit und die Möglichkeit, wieder Hoffnung zu finden. Eberhard spürte nach dieser Begegnung eine langsame, aber stetige Veränderung in sich.
Er begann, sich der Vergangenheit zu stellen und suchte nach einem neuen Weg, seinem Leben wieder Bedeutung zu verleihen. Gerüchte über die Strafkolonie, das Kloster und die legendären Ordensritter auf Khorinis weckten seine Aufmerksamkeit. Diese Ritter dienten nicht nur dem König, sondern auch Innos selbst – ein Ruf, der Eberhard wie eine Chance erschien, seine Ideale von Schutz, Ehre und Gerechtigkeit erneut zu leben.
Ankunft auf Khorinis
Mit einem neuen Ziel vor Augen und dem Wunsch nach einem Neuanfang verließ Eberhard Myrtana und heuerte auf einem Handelsschiff an, das zur Insel Khorinis segelte. Die düsteren Zeiten die hinter ihm liegen, haben Ihn nicht nur verarmen lassen, sondern auch seiner köperlichen Verfassung geschadet. Dennoch, scheint er seine lockere Art und seinen Malocher-Humor nicht verloren zu haben. Mit nichts weiter als einem krassen Schnauzer, einer einfachen Arbeiterkleidung, etwas Werkzeug und einem kleinen Beutel Münzen betrat er den Hafen von Khorinis.
Sein Ziel ist klar: Er wird sich wieder als würdig erweisen und seinen Dienst an der Waffe verrichten.
Update: Eberhard ist tatsächlich der Stadtwache beigetreten, hat Eskalon überlebt und wurde schlussendlich Hauptmann der Fürstlichen Armee. Die Ehre zwang ihn zum Rücktritt, seitdem lebt er auf dem Hof und ist Anwärter der Söldner.
Gestalt:
Krasser Schnauzer / Sonnengebleichte Haare / verschmitztes Gesicht / Atem: Bier und Kippen
Nach Eskalon: Schrapnellnarben im Gesicht
Charakter
Schnauzbart / Prolet / Krawallbrause-Genießer / Scheiße-Reder / Ehrliche Haut
Bild 1: Eberhard und sein guter Kamerad Scythe, als Löhner auf der Baustelle der Le'ellons